Jetzt reicht´s!

31 10 2007

Mit besonderer Freude habe ich heute meine Registrierung in der britischen Ärztekammer erneuert, denn die Arbeitsbedingungen und Erwartungshaltungen an die Abputzer des Gesundheitssystems haben ein Ausmaß erreicht, das die Auswanderung ins europäische Ausland verlangt. Aufgrund meiner Englischkenntnisse und bereits seit der Approbation bestehenden Mitgliedschaft in der britischen Ärztekammer wird das in meinem Fall Großbritannien sein. Es lebe die europäische Freizügigkeit! Ich werde so schnell wie möglich meinen Facharzt machen, um dann zu verschwinden.

Das Ausmaß der Unverschämtheiten im Notdienst nimmt nicht ab, sondern zu. Natürlich ist der Notdienst wie auch der Klinikdienst in Relation zur geleisteten Arbeit schlecht bezahlt. Die Erwartungshaltung der Patienten ist ungeheuerlich. Für einen Harnwegsinfekt, der seit 3 Tagen besteht, wird nachts (um 3 Uhr morgens präziser gesagt) ein Arzt angerufen.

Die Patienten werden in wenigen Jahren sehen, wie sie versorgt sind: von ausländischen Ärzten, die man ausnutzen wird und deren Sprachkenntnisse oft direkt proportional zu ihren Fachkenntnissen sind. Deren Anzahl wird im Gegensatz zur Zahl derjeniger ausländischen Ärzten mit gutem medizinischem Niveau, von denen ich nicht wenige kenne und von denen ich viel gelernt habe, zunehmen. Auf einer der Stationen meiner neuen Stelle wurde ich freudig mit den Worten “Ah, mal jemand, der der deutschen Sprache mächtig ist!” begrüßt - und das in einem mittelgroßen Krankenhaus.

Man weiß auf oberer Ebene durchaus, daß die Arbeitsbedingungen selbst den größten und zähesten Idealisten vergraulen können:

“Mehr als jede zweite Klinik in Ostdeutschland könne offene Arztstellen nicht besetzen, im Westen seien es 24 Prozent. Hoppe: «Zu wenige sind bereit, sich dauerhaft in die Patientenversorgung zu begeben.» Der Arztberuf mache einfach «keinen Spaß» mehr.

Die Ärztefunktionäre machten vergleichsweise schlechte Arbeitsbedingungen, schlechte Bezahlung und hohe Belastungen für die Missstände verantwortlich. Hoppe sprach von unbezahlten Überstunden im Wert von 1,2 Milliarden Euro. Köhler sagte: «Deutsche Ärzte arbeiten in der Woche im Durchschnitt 50,6 Stunden» - zehn Stunden mehr als andere EU-Spitzenreiter. Dazu komme, dass «die Hierarchien im Krankenhaus stärker ausgebildet sind als im Militär».”

Und nicht nur das - bei den oben genannten Arbeitsbedingungen fresse ich auch noch die Launen von unverschämten Angehörigen! Leute, was glaubt Ihr eigentlich, mit wem ihr es zu tun habt? Mit mir macht ihr das nicht mehr lange!

Alles, was ich wollte, war ein einigermaßen höflicher Umgangston. Aber das war scheinbar zu viel verlangt.

Wenn mein Zorn wieder abgekühlt ist, werde ich berichten, was mich derart auf die Palme getrieben hat.

Weiterführende Links:




Den Fetisch gewechselt…

2 07 2007

…hat offenbar Lea Rosh, die Publizistin mit jüdischer Tünche - in diesem Fall einem jüdisch klingenden Namen. In der neuen Ausgabe des Cicero käut/gibt sie alt-neue Tatsachen wieder unter dem Titel “Die Täter sind unter uns”. Nicht, dass es nicht stimmte - nur dieser pseudomoralische Zeigefinger einer dem Namen nach mit Komplexen behafteten Person hat mitunter schon etwas komödiantisches. Jetzt ist sie den Stasi-Tätern auf der Spur. War ja auch nur eine Frage der Zeit, bis sie wieder in der Öffentlichkeit auftaucht. Bald wirbt sie mit einem Plakat des Stasi Gefängnisses Hohenschönhausen als Sommerfrische.




Is reason 6/7 of treason?

26 03 2007

Das Jewish Theological Seminary of America setzt mit sofortiger Wirkung seinen Beschluß, schwule und lesbische Kandidaten offiziell in seine Studiengänge aufzunehmen, um.

Die Entwicklung als solche war absehbar - und erwartet, der interessanteste Aspekt für konservative Juden liegt jedoch in der halachischen Begründung.

Arnold Eisen, der Kanzler des JTS, fasst sie in seinem Communique sehr prägnant zusammen:

I begin by directly confronting the two major obstacles standing in the way of a credible stance allowing for gay and lesbian ordination. The first is Leviticus chapter 18, verse 22. “Do not lie with a male as one lies with a woman; it is abomination (to’eva).” Is the text not crystal clear? Is it not God’s word? Why, then, were learned rabbis (and the rest of us) even debating the acceptability of homosexuality? The question has been posed to me many times. It cannot be avoided by any Jew who takes the Torah seriously. No matter how complicated our relationship to the Torah, how much we move away from obedience to its rules, or whatever our views on the divine or human nature of its authorship — one cannot cavalierly dismiss Leviticus and then claim faithfulness to the larger tradition of Torah of which the Five Books of Moses are the core. Integrity and authenticity require more than this.

Moreover, if one claims to be a halakhic Jew, the Oral Torah (as we call Jewish law and teaching over the centuries) also weighs in with serious objection to ordaining gays and lesbians. There is precious little legal precedent that can be invoked in favor of such ordination in the entire 2,000-year history of the Jewish rabbinic tradition. One finds instead either reaffirmation of previous opinion or utter silence on the matter — though there are legal opinions urging welcome of and compassion toward homosexuals. To Conservative Jews, the weight of Rabbinic opinion is no less decisive than the words of the Torah, and it is arguably more so. As Solomon Schechter explained a century ago, “It is not the mere revealed Bible that is of first importance to the Jew, but the Bible as it repeats itself in history, in other words, as it is interpreted by tradition.” That is why the fact of Leviticus 18:22 in and of itself did not free the CJLS or any other Conservative Jew from the need to debate the matter of gay and lesbian ordination.

Our sages found ways two millennia ago to limit the applicability of biblical statutes, one famous example being Deuteronomy’s injunction to put the rebellious son to death. The Rabbis effectively rendered that injunction unenforceable. They have defined and limited the applicability of numerous other biblical ordinances, including some set forth in Leviticus. I am among the faculty members (including many rabbis and experts in Talmud) who are persuaded by the argument that established procedures of halakhah allow for and mandate revision of the legal limitations placed upon homosexual activity; or perhaps one should say that these procedures allow for and mandate expansion of the welcome and acceptance accorded homosexuals under previous Law Committee rulings.

Wenn ich die Argumentation der Gegner richtig lese, hält sie an der Praxis der Halacha über die Jahrtausende um ihrer selbst willen fest.Jede Veränderung würde konservatives jüdisches Leben zum Einsturz bringen. Um auf mein Thurber Zitat im Titel zurück zu kommen: die These lautet: überdenkt man ein Detail, stürzt das konservative Judentum in sich zusammen.

Ich hingegen bin der Ansicht, dass gerade die Stärke des konservativen Judentums in der kritischen Auseinandersetzung mit Halacha und Tradition liegt. Jüdische Lesben und Schwule sollen mit den Geboten leben, warum sollte der Schöpfer sie so geschaffen habe, wie sie sind und ihnen dann das Leben verbieten?

Zum Weiterlesen…




Braun, braun, braun

7 03 2007

…ist die Substanz, die unter der katholischen Tünche hervorlugt.

Anderorts wurde über die rassistischen Vergleiche des Bischofs Hanke sachlich berichtet ebenso wie über den Eindruck, den sie in Israel hinterlassen. Nur die Stellungnahmen der Deutschen Bischofskonferenz scheinen noch kein Aufsehen erregt zu haben.

Kardinal Lehmann, dessen Stimme ich sehr viel eher zu hören erwartet hätte, hat geantwortet. Nur kann ich seine Worte nicht mit den Tatsachen in Einklang bringen - er schreibt an Avner Shalev, den Vorsitzenden der Gedenkstätte Yad Vashem (Betonung von mir):

“Wenig später sind wir in die Palästinensergebiete gereist, wo nicht wenige Bischöfe, besonders im Schatten der Sicherheitszäune und Mauern in Bethlehem, eine starke innere Anspannung angesichts der bedrückenden Situation verspürten. Dieses Gefühl der Bedrängung hat dann auch in einigen harten Äußerungen seinen Niederschlag gefunden, von denen einzelne sicherlich nicht angemessen waren. Solche situativ zugespitzten Äußerungen dürfen allerdings nicht verwechselt werden mit einer umfassenden Beurteilung der Gesamtlage, der eine abgewogene Prüfung der Zusammenhänge und eine Gewichtung aller Gesichtspunkte zugrunde liegt. Eine solche Gesamtbewertung habe ich in meiner Abschluss-Presseerklärung versucht. Sie wird von allen Bischöfen geteilt.

Nicht nur, dass Hankes und Mixas Äußerungen der dargestellten Haltung Lehmanns diametral entgegegesetzt liegen - es kommt noch besser:

“Auch diejenigen, die in scharfem Ton über die Lage in den Autonomiegebieten gesprochen haben, stellen in keiner Weise die Bedrohung der Israelis durch den Terrorismus in Frage. Auch sie vertreten uneingeschränkt das Existenz- und Selbstverteidigungsrecht des Staates Israel.”

Doie Vorstellung des Herrn Hanke vom israelischen Selbstverteidigungsrecht spiegelt sich in dieser Darstellung wider:

“Israel has, of course, the right to exist, but this right cannot be realized in such a brutal manner,” said Bishop Hanke, who later stated that he intends to amend this year’s Easter message to German churches so as to include the delegation’s political impressions from their visit to the territories and a demand to change the situation.”

Auf die “Osterbotschaft” bin ich ja nun sehr gespannt. In seiner bodenlosen Arroganz schwingt ein gewisses Sendungsbewußtsein mit, anderen seinen Antisemitismus nach allen Regeln der Kunst und seines Amtes nicht nur vorzuleben, sondern auch zu lehren.

Der folgende Abschnitt von Lehmanns Brief klingt wie Hohn (Betonung erneut meine):

“Die Gefühle der Überlebenden der Shoa oder der jüdischen Bevölkerung in Israel zu verletzen, war zweifelsfrei niemandes Absicht. Die deutschen Bischöfe sind und bleiben sich ihrer besonderen historischen Verantwortung bewusst. Wir wissen: Dies muss sich auch im sensiblen Umgang mit unseren Worten stets aufs Neue beweisen.
Diesem Auftrag wollen wir auch in Zukunft treu verbunden bleiben.”

Vielleicht kann er uns wenigstens die Durchführung des letzten Satzes ersparen??

Denn wie Dieter Graumann so treffend angemerkt hat, brauchen Menschen, die solche Freunde haben, keine Feinde mehr. In der Tat - einen Mangel an Antisemiten gibt es in Deutschland nicht.

Kardinal Lehmanns Brief in voller Länge

Wem noch nicht übel genug ist, der kann hier die Stellungnahme von Dr. Hans Langendörfer SJ, dem Sekretär der Deutschen Bischofskonferenz nachlesen, die noch verwaschener als die des Kardinal Lehmann ist.

Alan Posener hat eine hervorragende Antwort gegeben, die man hier findet.




Feindbilder und Selbstanalyse

13 02 2007

Beer7, deren wohldurchdachte und besonnene Artikel ich gerne und oft lese, hat mich besonders durch diesen Artikel zum Nachdenken über Feindblider und eigene Positionen gebracht.
In dem beschriebenen Treffen einer israelisch-kanadischen Jüdin (Lisa) und einer schwedischen Konvertitin zum Islam in Schweden (Imaan) - beide Blogger - wird von einem anonymen Kommentator in Imaans Blog die Frage gestellt, ob es Imaan nicht störe, dass Lisa “Siedlerin” sei.
Lisa lebt - aus ihrem Blog klar ersichtlich - in Tel Aviv - wie definiert anonymous damit das besetzte Gebiet? Offenbar als ganz Israel.

In die Köpfe der anonymen Tiradenschwinger (ich würde wetten, anonymous zählt dazu) kann ich mich nur sehr schwer versetzen. Die Feindbilder müssen tief sitzen, wenn es schon außergewöhnlich scheint, mit einer Jüdin an einem Tisch zu sitzen, wenn [alle] Siedler als negativ betrachtet werden und man das für normal hält.

Meine eigenen Positionen und deren Wandel im Lauf der Jahre habe ich bei der Reflexion Revue passieren lassen.

Siedler - Menschen die in den besetzten Gebieten leben (und schon die Definition der besetzten Gebiete ist nicht so ganz leicht, wie sie scheinen mag - die Grenzen von 1967 schließen z.B. de facto-Vororte von Jerusalem genannt Siedlungen [Maale Adumim] nicht mit ein) - sind nicht per se Fanatiker. Soweit, so stabil meine Ansicht, an der sich in den letzten Jahren nichts geändert hat.

Gleichwohl ich Israel schon lange liebe - die offene und auch offen aggressive Art (was sind doch Europäer manchmal Weicheier), die doch an der Tagesordnung ist, die Kollegialität, der Charme des Landes - hätte ich mich früher (ok, das ist jetzt wirklich relativ, sagen wir vor ein bis zwei Jahren) nicht als Zionistin bezeichnet. Für mich bedeutete Zionismus als Haltung die unterschwellige Forderung, alle Juden sollen nach Israel auswandern. So sehr ich Israel liebe, bin ich doch Europäerin. Aber je mehr Juden in Deutschland als Stellvertreter Israels zur Entgegennahme der oft antisemitisch motivierten Kritik herangezogen werden, desto mehr werde ich Zionistin. Wenn man sowieso der ewige Israeli ist, warum soll man dann bitte nicht auswandern? Nicht, daß ich das vorhätte oder gar anderen raten würde , nur die Rechtfertigung gewinnt an Substanz - mich wird man so einfach jedenfalls nicht los.

Was verbinde ich mit verschiedenen Stichworten?

“Die Araber als Gesamtheit” - ein Oxymoron.

Palästinenser - Mißtrauen

Muslime - neutral: kommt immer auf den Menschen an- nebenbei haben Islam und Judentum vieles gemein. Mehr als man uns so zutraut. Und es gibt Dialog zwischenMuslimen und Juden auf gleicher Augenhöhe mit gegenseitigem Respekt des jeweils Anderen.

Philosemiten - bäh!

Im Laufe vieler Jahre immer ausgeprägter geworden ist meine Abneigung gegenüber dem Schubladendenken (kommt oft in immer neuen Moden) - auf allen Seiten.




Noch mehr Informationsquellen

16 01 2007

Es gibt gute Nachrichten für diejenigen Juden in Deutschland, die es stört, als Informationsquelle des israelisch- arabischen Konflikts herangezogen zu werden.
Nein, keine Sorge, die nichtjüdische Mehrheit hat nicht begriffen, daß deutsche Juden nicht “Stellvertreter” Israels sind, nicht perfekt informiert sind und nicht wirklich als Prügelknaben für Kritik an diesem oder jenem Verhalten Israels herhalten möchten.
Amerikanische (und ja, juedische) Politikwissenschaftler haben sich die Mühe gemacht, Behauptungen und Tatsachen des israelisch-arabischen Konflikts einander gegenüber zu stellen. Die Behauptungen, die man hier findet, lassen mir die Haare zu Berge stehen, aber die Antworten erscheinen sachlich.

Noch ein Vorteil für diejenigen, die des Englischen nicht ausreichend mächtig sind, um lokale Berichterstattungen zu verfolgen: viele dieser Manuskripte gibt es in mehreren Sprachen.

Gefunden habe ich diese Manuskripte durch den Newsletter der Botschaft des Staates Israel in Berlin .




Idomeneo III - fortes fortuna adiuvat

18 12 2006

Nachdem “jemand”/”die Politik” der verantwortlichen Intendantin Harms die Verantwortung abgenommen hat ["...nachdem die Politik sich bereit erklärt hat, die Verantwortung zu übernehmen" - so Frau Harms], wird in diesen Minuten die Oper Idomeneo unverändert in der Deutschen Oper Berlin aufgeführt.

Ich stelle mir gerade vor, welche Ängste Frau Harms ausstehen muß. Nein, wie ist das furchtbar, wenn jemand formal Verantwortung tragen soll, sie aber schnell abgibt, wenn es brenzlig wird.Frau Harms wird das Schicksal sicher nicht helfen.




Informationsquellen zur Nahostpolitik

4 12 2006

Die Berichterstattung über alles, was im Nahen Osten geschieht, ist bestenfalls “nur” schlecht und partiell, im schlimmsten Fall von Vorurteilen geprägt. Es gibt jedoch ein paar Nachrichtenquellen, die näher am Geschehen sind und daher genauer berichten oder ausgewogen berichten:

Die oben genannten sind meine Quellen, wenn ich mich über  Politik und Tagesgeschehen im Nahen Osten informieren will und meiner Meinung nach ergeben sie zusammengenommen ein ausgewogenes Bild.




Viel hat sich ja nicht geändert….

26 11 2006

…seit 1946: im folgenden ein Zitat des “Arab Office” : “The Arab Case for Palestine” submitted to the Anglo-American Committee of Inquiry

“The whole Arab people is unalterably exposed to the attempt to impose a Jewish immigration and settlement upon it, and ultimately to establish a Jewish state in Palestine. Its opposition is based primarily on right. The Arabs of Palestine are descendants of the indigenous inhabitants of the country, who have been in occupation of it since the beginning of history; [...]

2. In addition to the question of right, the Arabs oppose the claims of political zionism because of the effects which zionist settlement has already had upon their situation and is likely to have to an even greater extent in the future.[...]

First, while the other Arab countries have attained or are near to the attainment of self-government and full membership of the UNO, Palestine ist sill under mandate and has taken no steps toward self government; [...]

3. All these evils are due entirely to the presence of Zionist and the support given to them by certain of the Powers; there is no doubt, that had it not been for that, Arab Palestine would now be a self-governing member of the UNO and the Arab League.”

Mental hat sich auf seiten der Araber seit 60 Jahren nicht viel verändert.

Wie kann Europa verlangen, dass Israel in Wort und Tat aggressive Nachbarn  mit Samthandschuhen anfasst?




Ritualisiertes Gedenken

12 11 2006

Huh hat mich der 9. November einmal mehr ob der ritualisierten Verhaltensweisen angewidert. Natürlich hat sich auch in unserer Synagoge alles getummelt, was lokalpolitisch Rang und/oder Namen hat. Mahnende Worte haben sie sich alle angehört, einen jüdischen G´ttesdienst haben sie “live” erlebt, ein bißchen die betenden Juden angestarrt - und sind nach dem offiziellen Teil alle flink verschwunden, bevor ein Überlebender mehrerer Konzentrationslager gesprochen hat. Da waren wir dann, wie unser Vorsitzender so treffend anmerkte “unter uns” (fast, muss man sagen, denn 3 oder 4 Leute, von denen ich annahm, es seien Nichtjuden, sind bis zum Schluß dageblieben, wahrscheinlich der Prozentsatz derer, die um Erinnerung bemüht sind).

Den Rest des Jahres werden sie wieder Reden schwingen, auf die Taten kann man warten - bis zum St. Nimmerleinstag.