Ein neuer Rekord und eine alte Form der „Solidarität“

Im vergangenen 24 h Dienst am Sonntag habe ich insgesamt 12 Patienten aufgenommen und komplett versorgt, zusätzlich zu allen Kleinigkeiten auf Station.

Schlaf? Wozu? doch nicht etwa, um Patienten adäquat versorgen zu können? Nein, braucht man nicht, dachte wohl meine Notarzt fahrende Kollegin, die heute bei uns einen sogenannten „externen“ Dienst macht, also nur von 16 bis 8 Uhr am Folgetag. Natürlich diejenige, die derlei Dienst am besten weniger als 24 h vorher absagt. Wer die dann macht? Ich natürlich.

Aber solche Dinge rächen sich ganz von selbst. Da ich bei uns diejenige bin, die die meisten Nacht- und Wochenend- bzw. Feiertagsdienste macht habe ich gedacht, bei einer Woche Urlaub im Oktober könnten das mal nur 2 sein. Weit gefehlt! Als Dank für dauerndes Einspringen bei allen unpassenden Gelegenheiten habe ich 3 Wochenenden am Stück Nachtdienst. Erwartungsgemäß werde ich dann das vierte frei haben – da die Dienstplanung wieder bei mir liegt, ist mir das sicher. Und wer will das 3. Wochenende am Stück frei? Natürlich die Collega collegialis, die mir meine 3 am Stück eingebrockt hat. Nur diesmal hat sie eben Pech gehabt. Wenn sie einen fairen Dienstplan vorgelegt hätte, wäre das kein Problem. Aber so – lautet meine Antwort nein.
Und die Notarzt fahrende Kollegin war nahezu die ganze vergangene Nacht mit einem der Patienten beschäftigt, die sie mir in der Nacht zuvor gebracht hatte.

Wer anderen eine Grube gräbt…

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