Mein persönliches Sparprogramm, wenn ich Gesundheitsministerin wäre

sähe folgendermaßen aus:

  • Menschen, die sich selbst in ein Krankenhaus einweisen und es am nächsten Tag aus eigener Verantwortung wieder verlassen, zahlen den Transport und eine Pauschale von 250 €
  • Menschen, die sich aufgrund ambulant behandelbarer Krankheiten selbst in ein Krankenhaus einweisen ohne zuvor den hausärztlichen Notdienst konsultiert zu haben, zahlen prinzipiell, auch wenn sie aufgenommen werden den üblichen Betrag von 10 €
  • Krankenhaus“hopper“, die in einigen Gegenden von Krankenhaus zu Krankenhaus pilgern, weil sie von Haus A entlassen wurden, aber ihre Angehörigen ein Versorgungsproblem haben, dass zu lösen sie sich weigern, zahlen den kompletten Aufenthalt in Haus B
  • last but not least: ambulant zu behandelnde Erkrankungen, die stationär aufgenommen werden, sollten von keiner Krankenkasse bezahlt werden

Wenn ich MDK Sachbearbeiter wäre, wäre unser Haus in Schwierigkeiten (wobei deren Politik schon sehr abstrus ist, zuweilen).

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5 Antworten

  1. Solange aber die Funktionäre der DKG auf nichts außer die finanziellen Interessen ihrer Mitglieder Rücksicht nehmen müssen, solange die ärztlichen Organisationen in den Gremien blockieren können, solange haben solche vernünftigen Vorschläge (und ich könnnte noch ein Dutzend dabei tun) nicht die geringste Chance. Schon eine Liste von nicht-stationären Erkrankungen aufzustellen: mir gellen die Ohren vom Aufschrei der üblichen Verdächtigen. Und wenn ich mal frage wer denn die ärztlichen Standesvertreter gewählt habe will es nie jemand gewesen sein.

  2. Auf die Gefahr hin, Dich jetzt noch mehr zu aergern: ich habe die ärztlichen Standesvertreter auch nicht gewählt (weil ich noch nicht lange genug dabei bin) – die sind schon länger in ihren Ämtern als ich studiert habe! Effektiv ist deren Vertretung ihrer Mitglieder auch nicht, wohl aber deren politischer Freunde und Gefährten.

  3. Deine Bemerkung ärgert mich nicht. Ich habe noch nie jemanden getroffen, der nicht selbst gewählt war, die Figguren aber gewählt hatte. Ich frage mich gerade, ob die Räume bei Wahlhandlungen leer sind, ob man UNO-Wahlbeobachter anfordern könnte … Spaß beiseite: ich halte die Standesvertreter noch nicht mal für unfähig in dem Sinne die Interessen einflussreicher Ärzte zu berücksichtigen und die der anderen Ärzte gerade so sehr, dass eine Wiederwahl funktioniert. Die sind clever, skrupellos, gewinnsüchtig, radikal, durchsetzungsfähig usw. usf. Sympathisch ist eine Beschreibung, die mir bei denen nicht einfällt. Aber das ist eben auch kein Wahlkriterium. Und vielleicht haben sie es mit der Skrupellosigkeit übertrieben, denn jetzt hört ihnen politisch niemand mehr freiwillig zu. Und das wiederum ist leider nicht nur schlecht für die Funktionäre.

    Am 5. Tag bin ich wieder draußen, kann man nicht meckern. Und war wieder einmal lehrreich.

  4. Ich wollte schon fragen, nach welchen Kriterien Du ein KH aussuchst, in das Du selbst gehst. Nur Dein Blog loescht es irgendwie – jedenfalls erscheint es nicht. Hast Du Deine Kommentarfunktion deaktiviert oder mache ich etwas falsch?

  5. Kommentare müssen bei mir freigeschaltet werden. Aber jetzt müsste es gehen. Ich werde mal was zur KH-Auswahl schreiben. Aber morgen ist erst mal Presseseminar zur stationären vergleichenden Qualitätssicherung in den Räumen der Bundespressekonferenz am Schiffbauerdamm (10-12.30). Und ich bin schon noch ein wenig eingeschränkt.

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