A touch of art

You Should Be an Actor

You have a flair for the dramatic, and you probably already do a lot of acting in your day to day life, just to entertain yourself.
No need to steal the spotlight from your friends… You’ll get plenty of attention once you start acting professionally!

What Sort of Artist Should You Be?

 

Ja, haben wir es nicht schon immer gewußt – Medizin hat etwas von Schauspielerei ! Der Alltag wird auch viel erträglicher, wenn man ihn als Schauspiel betrachtet und sich einen Spaß aus den vielen hierarchischen Gegebenheiten macht!

Ich bin froh, dass ich meine Talente gebündelt einsetzen kann! Gleichwohl ich in vielen Dingen selbst naiv bin, kann ich mich und andere „auf die Schippe“ nehmen, wie man so sagt…

Danke, Jeanne – bei der ich es gefunden habe.

Traurig, aber wahr

Von keinem meiner Studienkollegen ist von einer Zufriedenheit in ihrem klinischen Alltag zu erfahren – alle sind unzufrieden. Mir geht es da noch verhältnismäßig am besten. Ist doch immer wieder erstaunlich, was der Blick über den Tellerrand so bringen kann.

Als beleidigend wird von allen meinen klinisch tätigen Studienkollegen die Anspruchhaltung und der Ton vieler Patienten empfunden.

Dabei sei auch anegemerkt, dass sich der eigene Tonfall  durch Arbeitsklima und -last auch nicht eben an ein freundlicheres Ende bewegt.

Mehr als einen hat es aus der Klinik verschlagen.

Ich würde es wieder tun, wenn ich noch einmal von vorn anfangen könnte. Aber erschreckend fand ich es schon – nicht einmal 2 volle Jahre nach Studienende. Trotzdem werde ich so wie jetzt nicht auf Dauer weiterarbeiten.

Endlos-Schleife

Zeit: 02.00 morgens;

Ort: Notaufnahme eines Krankenhauses;

Patient: weiblich, betrunken, blutender und schief hängender Arm

DocSmart:„Guten Morgen. Was ist denn passiert?“

Patient:„Macht nix. Ich geh wieder heim“

DocSmart:„Nein – Ihr Arm muß geröntgt werden. Sie bleiben hier.“

Patient:„Nein, mein Arm wird nicht geröntgt. Ich gehe jetzt heim.“

DocSmart:„Das geht nicht, weil sie betrunken sind und die Gefahren nicht abschätzen können. Sie bleiben hier.“

Patient:„Ich gehe jetzt heim.“

DocSmart:„Nein. Wir müssen Ihren Arm röntgen. Gehen werden Sie in keinem Fall.“

Patient:„Ich gehe jetzt heim. Warum wollen Sie meinen Arm röntgen?“

DocSmart:„Weil er blutig verschmiert ist und schief da hängt. Wahrscheinlich ist er gebrochen.“

Patient:„Aber das geht nicht. Ich gehe jetzt heim.“

DocSmart:„Sie gehen nicht.“

Patient:„Doch, ich gehe jetzt heim. Warum wollen Sie meinen Arm röntgen?“

DocSmart:„Weil ich sehen muss, ob er gebrochen ist. Und sie gehen jetzt nicht heim.“

Patient:„Ich gehe jetzt heim“ [….]

Natürlich frei erfunden. Aber es gibt sie, ich weiß es.

A Game of Tarot

Gefunden habe ich es bei Jeanne – ich habe nicht gemogelt:

You are The High Priestess

Science, Wisdom, Knowledge, Education.

The High Priestess is the card of knowledge, instinctual, supernatural, secret knowledge. She holds scrolls of arcane information that she might, or might not reveal to you. The moon crown on her head as well as the crescent by her foot indicates her willingness to illuminate what you otherwise might not see, reveal the secrets you need to know. The High Priestess is also associated with the moon however and can also indicate change or fluxuation, particularily when it comes to your moods.

What Tarot Card are You?
Take the Test to Find Out.

Ich glaube, die Schwestern würden v.a. letzterem zustimmen.

Feindbilder und Selbstanalyse

Beer7, deren wohldurchdachte und besonnene Artikel ich gerne und oft lese, hat mich besonders durch diesen Artikel zum Nachdenken über Feindblider und eigene Positionen gebracht.
In dem beschriebenen Treffen einer israelisch-kanadischen Jüdin (Lisa) und einer schwedischen Konvertitin zum Islam in Schweden (Imaan) – beide Blogger – wird von einem anonymen Kommentator in Imaans Blog die Frage gestellt, ob es Imaan nicht störe, dass Lisa „Siedlerin“ sei.
Lisa lebt – aus ihrem Blog klar ersichtlich – in Tel Aviv – wie definiert anonymous damit das besetzte Gebiet? Offenbar als ganz Israel.

In die Köpfe der anonymen Tiradenschwinger (ich würde wetten, anonymous zählt dazu) kann ich mich nur sehr schwer versetzen. Die Feindbilder müssen tief sitzen, wenn es schon außergewöhnlich scheint, mit einer Jüdin an einem Tisch zu sitzen, wenn [alle] Siedler als negativ betrachtet werden und man das für normal hält.

Meine eigenen Positionen und deren Wandel im Lauf der Jahre habe ich bei der Reflexion Revue passieren lassen.

Siedler – Menschen die in den besetzten Gebieten leben (und schon die Definition der besetzten Gebiete ist nicht so ganz leicht, wie sie scheinen mag – die Grenzen von 1967 schließen z.B. de facto-Vororte von Jerusalem genannt Siedlungen [Maale Adumim] nicht mit ein) – sind nicht per se Fanatiker. Soweit, so stabil meine Ansicht, an der sich in den letzten Jahren nichts geändert hat.

Gleichwohl ich Israel schon lange liebe – die offene und auch offen aggressive Art (was sind doch Europäer manchmal Weicheier), die doch an der Tagesordnung ist, die Kollegialität, der Charme des Landes – hätte ich mich früher (ok, das ist jetzt wirklich relativ, sagen wir vor ein bis zwei Jahren) nicht als Zionistin bezeichnet. Für mich bedeutete Zionismus als Haltung die unterschwellige Forderung, alle Juden sollen nach Israel auswandern. So sehr ich Israel liebe, bin ich doch Europäerin. Aber je mehr Juden in Deutschland als Stellvertreter Israels zur Entgegennahme der oft antisemitisch motivierten Kritik herangezogen werden, desto mehr werde ich Zionistin. Wenn man sowieso der ewige Israeli ist, warum soll man dann bitte nicht auswandern? Nicht, daß ich das vorhätte oder gar anderen raten würde , nur die Rechtfertigung gewinnt an Substanz – mich wird man so einfach jedenfalls nicht los.

Was verbinde ich mit verschiedenen Stichworten?

„Die Araber als Gesamtheit“ – ein Oxymoron.

Palästinenser – Mißtrauen

Muslime – neutral: kommt immer auf den Menschen an- nebenbei haben Islam und Judentum vieles gemein. Mehr als man uns so zutraut. Und es gibt Dialog zwischenMuslimen und Juden auf gleicher Augenhöhe mit gegenseitigem Respekt des jeweils Anderen.

Philosemiten – bäh!

Im Laufe vieler Jahre immer ausgeprägter geworden ist meine Abneigung gegenüber dem Schubladendenken (kommt oft in immer neuen Moden) – auf allen Seiten.

Sterben – verboten?

Oft werden Patienten nach „erfolgreichen“ Wiederbelebungsmaßnahmen zu uns gebracht: beatmet, ohne kreislaufstabilisierende Medikamente werden sie (nach Gabe von Flüssigkeit und ggf. Erykonzentraten (Blutkörperchen), einer Antibiose, also insgesamt einer erschöpfenden Therapie) bradykard und ließe man sie, würden sie sterben.

Wir haben dann die Aufgabe, dies der Familie zu sagen und um eine Maßgabe zu bitten: soll die Therapie bis hin zur X.ten Wiederbelebungsmaßnahme fortgesetzt werden, oder soll man den Patienten sterben lassen?

Ich weiß schon gar nicht mehr, wie oft ich in den letzten beiden Jahren den Satz gehört habe „Aber sie war doch immer gesund – bis sie ins Krankenhaus kam!“ (und bei uns bezieht sich das meist auf Patienten über 80 Jahren). Keiner will es wahrhaben. Ob es um demente Menschen mit allen alterswahrscheinlichen Begleiterkrankungen (KHK, x Schlaganfällen u.v.m.) oder um Menschen mit Tumorerkrankungen geht, spielt dabei keine Rolle.

Wenige treffen bewußt die Entscheidung, den Angehörigen gehen zu lassen. Bis zur letzten Sekunde wehren sie sich dagegen.

Sterben scheint bei uns verboten.

Zur Ethik in der Notfallmedizin.

Es ist wieder die Jahreszeit,…

… in der das medizinische Personal einmal mehr „kränker“ ist als die Patienten, die wir aufnehmen. In meinem wie immer „gut besuchten“ Nachtdienst habe ich mindestens 2 Patienten aufgenommen, die an Bagatellen zu leiden angaben.

Oft sind es Patienten mit einer somatisierten Depression, die z.B. Husten als besonders störend klagen, den keiner objektivieren kann. In meinen vergangenen 3 Nachtdiensten habe ich sie oft gesehen, aber nicht ein einziges Mal husten hören (im Gegensatz zu meiner Kollegin und mir). Lunge auskultatorisch, perkutorisch und röntgenologisch (abgehört, abgeklopft und fotografiert) unauffällig. Wenn man das Wort Depression erwähnt laufen sie die glatte Wand hoch. Der sekundäre Krankheitsgewinn muß ja immens sein. Nur  – wie durchbricht man eine solche Abwehr?

Wohlgemerkt haben wir schon mehrfach organische Ursachen ausgeschlossen (bis an die Schmerzgrenze des Erträglichen)  – so, wie sich das gehört.

Schade auch, daß es bei uns (will heissen in erreichbarer Nähe) keine Balint Gruppe gibt. Man ist ja nicht ganz gefeit gegen die Übertragungsmechanismen, auch wenn es mit der Zeit leichter wird, sie zu erkennen und die Gegenübertragung abzublocken.