Synagogentour – der Start

wir haben Yom Kippur also in einer anderen kleinen Gemeinde in Deutschland verbracht – es war eine Erfahrung der anderen Art. Fasten war trotz Vorbereitung (bestehend aus ausreichend Essen und Trinken vorher) schwierig. Obwohl der Dialekt des Vorbeters chassidisch war (mit aschkenasischer Aussprache komme ich mittlerweile ja zurecht) konnte ich gut folgen (ok, ich hatte mein eigenes Artscroll Machzor dabei).

Schade war, daß es nicht einmal für Gemeindemitglieder ausreichend Machzorim (spezielle Gebetbücher für Feiertage, hier YK) gab – weder auf  Russisch/Hebräisch noch Hebräisch/Deutsch.

Toll war die Architektur der Synagoge (und ich habe diesmal nicht gefroren, wie „daheim“).

Nett und für viele Gemeinden ungewöhnlich war die Einladung zum Kiddush (bzw. Hawdalah) und Fastenbrechen.

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8 Antworten

  1. In keiner normalen Synagoge gibt es Machsorim. Jeder muss halt den eigenen mitbringen. Dass es überhaupt welche gegeben hat, finde ich schon überraschend.

  2. Das stimmt so nicht. In „meiner Heimsynagoge“ gibt es sie – in Russ./Hebr. und Deutsch/Hebr. – für alle!

    Auch in einigen (konservativen) Synagogen in Israel ist das so (speziell in Haifa und Jerusalem).

  3. Komisch. Warum stehen in Synagogen überhaupt Siddurim zur Verfügung? Weil man im Alltagsleben keinen Siddur überall mitnimmt. Aber zu Festzeiten, wo man nicht von der Arbeit/Straße kurz in die Synagoge reinkommt, sondern von zuhause, nachdem er allerlei schon vorbereitet hat – dann wird er den Machsor wohl nicht vergessen.

    Und da stellt sich die Frage: Warum soll die Synagoge für alle Machsorim kaufen? Wem es am Herzen liegt, zu Festzeiten in die Synagoge zu gehen, dem soll es genauso wichtig sein, sich Machsorim zu beschaffen. Zudem kauft dann jeder genau die Ausgabe, die ihm am besten gefällt.

  4. Es sollten schon Siddurim zur Verfügung stehen – Tragen am Shabbat ist ja verboten und ein Eruw in .de wohl eher eine Seltenheit. Leider kenne ich auch nur wenige Synagogen, in denen Frauen ihre eigenen Schließfächer haben. Bei uns z.B. verschwinden regelmäßig die deutschen (!) Chumaschim (obwohl die 4 oder 5 deutschen Frauen sie sicher nicht mitnehmen).

    Den vielerorts gebrüchlichen Rödelheimer Machzor mag ich auch nicht und habe meine eigenen Machzorim (von Artscroll).

  5. Der Hinweis auf den Tiltul ist bzgl. Siddurim vollkommen am Platze. Auf die Machsorim – mit Ausnahme von Jom HaKipurim – trifft er allerdings nicht zu. Und an Jom Hakip. oder wenn der Jontef am Schabbes fällt, kann man immerhin den Machsor zu Minche vor Tagesbeginn mitbringen und nach dem Majrew am übermorgigen Tage zurücktragen.

    Bzgl. Schließfächer: Vielleicht kann man einen gemeinsamen Schrank besorgen.

  6. Ich glaube, die Siddurim/Machzorim würden bei uns eventuell Füße bekommen (wie man so sagt). Zudem kann nicht jede/jeder zu Mincha in die Synagoge, manche müssen vorher noch kochen…

    Schrank: gute Sache, aber an die Revolution, die das hervorruft, wage ich mich so nicht („Warum wollen sie denn einen Schrank?! Bei uns klaut doch keiner…“).

  7. Okay: Nachdem ich mit 20% Übergewicht (Essen, Kleider, Essen) hergeflogen bin und keine Machsorim mitnehmen konnte, haben mir diese am letzten Fest ja gefehlt. Immer wieder hin und her zu stöbern, macht nicht wirklich Spaß (war an diesem Fest aber zumindest machbar).

  8. …und sei froh, wenn Du ein Machzor hast, in dem Du das machen kannst….

    In .de ist es üblich, sie in der Synagoge von der Gemeinde ausgelegt zu bekommen.

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