Denkste!

Da bin ich nun gerade frisch in meiner Lieblingsstadt im Herzen von Preussen eingetroffen, wähne mich im Mekka des jüdischen Lebens (für deutsche Verhältnisse) und gehe heute auf das Straßenfest der jüdischen Gemeinde, angekündigt als Höhepunkt der jüdischen Kulturtage – um enttäuscht von dannen zu ziehen.

Man stand länger in der Schlange vor der Security als man brauchte, um die Stände einmal auf- und abzugehen. Es gab: einen türkischen Gemüsehändler, einen griechischen Verkaufsstand (immerhin mit Grüßen an Israel), den obligaten Falafelstand, einen Judaicastand (mit Schlüsselanhängern, wenigen CDs und einem Buch) und – wie sollte es anders sein – laut dröhnender Klezmermusik.Die Hüpfburg für Kinder mit Malstand und Spielstand war nicht zu übersehen, dafür aber an Unterhaltungswert leicht zu überbieten.

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4 Antworten

  1. Wußten Sie nicht, daß Sie auf der Nachbildung des Shuk-ha-Carmel in Tel-Aviv promenierten? Sie Kulturbanause wissen wohl die Errungenschaften der jüdischen Metropole nicht zu würdigen. Zur Strafe zurück in die Provinz!

  2. Danke für den Hinweis, was es sein sollte – haette das Straßenschild für einen Witz gehalten.

  3. wurdest du nicht auf einige „no-no“’s hingewiesen?

    das strassenfest ist ein solches „no-no“.
    überhaupt würde ich von den meisten veranstaltungen der gemeinde abstand nehmen. z.b. chanukkaball? don’t do it!
    interessanter sind die kleinen dinge, z.b. was der jüdische kulturverein macht (solange es ihn noch gibt) und ähnliches.
    ich hoffe, du kannst die jüdische seite der stadt trotzdem geniessen. immerhin ist sie eine der wenigen städte, in denen man „synagogen-hopping“ (auch eine beliebte freizeitbeschäftigung ;)) ausprobieren kann. einige synagogen muss man zwar nicht unbedingt von innen gesehen haben, aber EIN besuch ist es immer wert – einfach der örtlichen besonderheiten – oder sagen wir kuriositäten – halber. absurdes gibt es in berlins jüdischer welt übrigens viele, nicht nur auf dem strassenfest!

  4. Ich wurde zwar auf die No-Nos hingewiesen, wollte aber optimistisch sein.

    Mittlerweile geniesse ich die inoffizielle jüdische Seite der Stadt!

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