אחד מי יודע

Allen meinen juedischen Lesern wünsche ich hiermit ein koscheres und frohes Pessach!
Und hier in einer anderen Version:

In einer alten Haggadah habe ich diese Übersetzung gefunden, sie ist eher frei aber in sehr schönem Deutsch:

Eins – wer sagt die Deutung an [wörtl. „Wer weiss es“] ?

Eins – wohl ich verkünden kann [wörtl. „Ich weiß es“]: eins ist Gott, beherrscht das All, Himmesldom und Erdenball.

Zwei – wer sagt die Deutung an ?

Zwei – wohl ich verkünden kann: zwei, die Tafeln sind´s fürwahr, Heil´gen Bundes Tafelpaar. Eins ist Gott, beherrscht das All, Himmesldom und Erdenball.

Drei – wer sagt die Deutung an ?

Drei – wohl ich verkünden kann: drei Erzväter so genannt, weil die Einheit sie erkannt. Zwei, die Tafeln sind´s fürwahr, Heil´gen Bundes Tafelpaar. Eins ist Gott, beherrscht das All, Himmesldom und Erdenball.

Vier – wer sagt die Deutung an ?

Vier – wohl ich verkünden kann: vier Erzmütter, deren Schoost Israel als Volk entsproß. Drei Erzväter so genannt, weil die Einheit sie erkannt. Zwei, die Tafeln sind´s fürwahr, Heil´gen Bundes Tafelpaar. Eins ist Gott, beherrscht das All, Himmesldom und Erdenball.

Fünf – wer sagt die Deutung an ?

Fünf – wohl ich verkünden kann: Fünf der Bücher, Heiles´Quell, Moses Lehr´ an Israel! Vier Erzmütter, deren Schoost Israel als Volk entsproß. Drei Erzväter so genannt, weil die Einheit sie erkannt. Zwei, die Tafeln sind´s fürwahr, Heil´gen Bundes Tafelpaar. Eins ist Gott, beherrscht das All, Himmesldom und Erdenball.

Sechs – wer sagt die Deutung an ?

Sechs – wohl ich verkünden kann: Mischna in sechs Teilen lehrt, was das Judentum bewährt. Fünf der Bücher, Heiles´Quell, Moses Lehr´ an Israel! Vier Erzmütter, deren Schoost Israel als Volk entsproß. Drei Erzväter so genannt, weil die Einheit sie erkannt. Zwei, die Tafeln sind´s fürwahr, Heil´gen Bundes Tafelpaar. Eins ist Gott, beherrscht das All, Himmesldom und Erdenball.

Sieben – wer sagt die Deutung an ?

Sieben – wohl ich verkünden kann: sieben ist nach alter Weis einer Woche Tageskreis. Mischna in sechs Teilen lehrt, was das Judentum bewährt. Fünf der Bücher, Heiles´Quell, Moses Lehr´ an Israel! Vier Erzmütter, deren Schoost Israel als Volk entsproß. Drei Erzväter so genannt, weil die Einheit sie erkannt. Zwei, die Tafeln sind´s fürwahr, Heil´gen Bundes Tafelpaar. Eins ist Gott, beherrscht das All, Himmesldom und Erdenball.

Acht – wer sagt die Deutung an ?

Acht – wohl ich verkünden kann: acht bestimmt der Tage Zahl zur Beschneidung Bundesmal. Sieben ist nach alter Weis einer Woche Tageskreis. Mischna in sechs Teilen lehrt, was das Judentum bewährt. Fünf der Bücher, Heiles´Quell, Moses Lehr´ an Israel! Vier Erzmütter, deren Schoost Israel als Volk entsproß. Drei Erzväter so genannt, weil die Einheit sie erkannt. Zwei, die Tafeln sind´s fürwahr, Heil´gen Bundes Tafelpaar. Eins ist Gott, beherrscht das All, Himmesldom und Erdenball.

Neun – wer sagt die Deutung an ?

Neun – wohl ich verkünden kann: Neun der Reise Monden sind, dringt aus Mutterleib das Kind. Acht bestimmt der Tage Zahl zur Beschneidung Bundesmal. Sieben ist nach alter Weis einer Woche Tageskreis. Mischna in sechs Teilen lehrt, was das Judentum bewährt. Fünf der Bücher, Heiles´Quell, Moses Lehr´ an Israel! Vier Erzmütter, deren Schoost Israel als Volk entsproß. Drei Erzväter so genannt, weil die Einheit sie erkannt. Zwei, die Tafeln sind´s fürwahr, Heil´gen Bundes Tafelpaar. Eins ist Gott, beherrscht das All, Himmesldom und Erdenball.

Zehn – wer sagt die Deutung an ?

Zehn – wohl ich verkünden kann: zehn Gebote, Gottes Werk, offenbart auf Choreb´s Berg. Neun der Reise Monden sind, dringt aus Mutterleib das Kind. Acht bestimmt der Tage Zahl zur Beschneidung Bundesmal. Sieben ist nach alter Weis einer Woche Tageskreis. Mischna in sechs Teilen lehrt, was das Judentum bewährt. Fünf der Bücher, Heiles´Quell, Moses Lehr´ an Israel! Vier Erzmütter, deren Schoost Israel als Volk entsproß. Drei Erzväter so genannt, weil die Einheit sie erkannt. Zwei, die Tafeln sind´s fürwahr, Heil´gen Bundes Tafelpaar. Eins ist Gott, beherrscht das All, Himmesldom und Erdenball.

Elf – wer sagt die Deutung an ?

Elf – wohl ich verkünden kann: Elf sind Stern im Aetherraum, leuchtend einst in Joseph´s Traum. Zehn Gebote, Gottes Werk, offenbart auf Choreb´s Berg. Neun der Reise Monden sind, dringt aus Mutterleib das Kind. Acht bestimmt der Tage Zahl zur Beschneidung Bundesmal. Sieben ist nach alter Weis einer Woche Tageskreis. Mischna in sechs Teilen lehrt, was das Judentum bewährt. Fünf der Bücher, Heiles´Quell, Moses Lehr´ an Israel! Vier Erzmütter, deren Schoost Israel als Volk entsproß. Drei Erzväter so genannt, weil die Einheit sie erkannt. Zwei, die Tafeln sind´s fürwahr, Heil´gen Bundes Tafelpaar. Eins ist Gott, beherrscht das All, Himmesldom und Erdenball.

Zwölf – wer sagt die Deutung an ?

Zwölf- wohl ich verkünden kann: Zwölf die Stämme sprossen, reich Ihre Zahl den Sternen gleich. Elf sind Stern im Aetherraum, leuchtend einst in Joseph´s Traum. Zehn Gebote, Gottes Werk, offenbart auf Choreb´s Berg. Neun der Reise Monden sind, dringt aus Mutterleib das Kind. Acht bestimmt der Tage Zahl zur Beschneidung Bundesmal. Sieben ist nach alter Weis einer Woche Tageskreis. Mischna in sechs Teilen lehrt, was das Judentum bewährt. Fünf der Bücher, Heiles´Quell, Moses Lehr´ an Israel! Vier Erzmütter, deren Schoost Israel als Volk entsproß. Drei Erzväter so genannt, weil die Einheit sie erkannt. Zwei, die Tafeln sind´s fürwahr, Heil´gen Bundes Tafelpaar. Eins ist Gott, beherrscht das All, Himmesldom und Erdenball.

Dreizehn – wer sagt die Deutung an ?

Dreizehn – wohl ich verkünden kann: Dreizehn Eigenschaften – hell – schildern Gottes Gnadenquell. Zwölf die Stämme sprossen, reich Ihre Zahl den Sternen gleich. Elf sind Stern im Aetherraum, leuchtend einst in Joseph´s Traum. Zehn Gebote, Gottes Werk, offenbart auf Choreb´s Berg. Neun der Reise Monden sind, dringt aus Mutterleib das Kind. Acht bestimmt der Tage Zahl zur Beschneidung Bundesmal. Sieben ist nach alter Weis einer Woche Tageskreis. Mischna in sechs Teilen lehrt, was das Judentum bewährt. Fünf der Bücher, Heiles´Quell, Moses Lehr´ an Israel! Vier Erzmütter, deren Schoost Israel als Volk entsproß. Drei Erzväter so genannt, weil die Einheit sie erkannt. Zwei, die Tafeln sind´s fürwahr, Heil´gen Bundes Tafelpaar. Eins ist Gott, beherrscht das All, Himmesldom und Erdenball.

Werbeanzeigen

Synagogentour – der Start

wir haben Yom Kippur also in einer anderen kleinen Gemeinde in Deutschland verbracht – es war eine Erfahrung der anderen Art. Fasten war trotz Vorbereitung (bestehend aus ausreichend Essen und Trinken vorher) schwierig. Obwohl der Dialekt des Vorbeters chassidisch war (mit aschkenasischer Aussprache komme ich mittlerweile ja zurecht) konnte ich gut folgen (ok, ich hatte mein eigenes Artscroll Machzor dabei).

Schade war, daß es nicht einmal für Gemeindemitglieder ausreichend Machzorim (spezielle Gebetbücher für Feiertage, hier YK) gab – weder auf  Russisch/Hebräisch noch Hebräisch/Deutsch.

Toll war die Architektur der Synagoge (und ich habe diesmal nicht gefroren, wie „daheim“).

Nett und für viele Gemeinden ungewöhnlich war die Einladung zum Kiddush (bzw. Hawdalah) und Fastenbrechen.

Vorbereitungen…

…während ich noch überlege, in welcher Synagoge ich Yom Kippur verbringe, habe ich Sukkot im Hinterkopf…beim Surfen habe ich dies hier gefunden:

Die demonstrierten Arten des Schüttelns kenne ich ja so nicht…

לשנה טובה תחתבו ותחתמו

möget Ihr für ein gutes Jahr eingeschrieben und besiegelt werden!

Morgen abend beginnt das jüdische Neujahrsfest – entsprechend mit in den vergangenen Tagen eher nachdenklich gewesen. Nicht, daß es nicht ausriechend Blog-Stoff gäbe – ab Sonntag wieder!

Möge das neue Jahr Frieden bringen!

Den Text des Leides „Jerushalaim shel zahav – Jerusalem aus/von Gold“ sowohl in Umschrift als auch in deutsch findet ihr hier.

Blog-Tipp

Stripped Down Soul ist der Blog von mehreren Leuten, u.a. mindestens einem konservativen Rabbiner, Jeremy Milgrom, der seine Gedanken zu den Parashot dort veröffentlicht.

Shabbat shalom

Eine Kopftuch Diskussion

Vor nicht allzu langer Zeit habe ich mit dem Chefarzt einer Abteilung eines kirchlichen Krankenhauses über die Vielfalt der Stellenangebotegesprochen . Auch er war auf der Suche nach Assistenzärzten – er habe eine junge Frau einstellen wollen, eine Muslima. Da sie nicht bereit gewesen sei, Ihr Kopftuch abzulegen, habe der Verwaltungsdirektor – selbst aus  christlicher Minderheit in einem arabischen Land kommend – dies abgelehnt.

„Ah,“ meinte ich, verbietet er denn den Nonnen im Haus auch bald das Habit?“

– „Nein, woher denn! Er habe schlechte Erfahrungen mit muslimischen Kopftuchträgern gemacht  – sie seien meist reaktionär eingestellt.“ –

„Das gilt dann doch wohl auch für die Nonnen?!“

– „Nein!“

„Mit Religionsfreiheit hat es dann aber nichts mehr zu tun“

– „Wieso?“

Die junge Frau jedenfalls wurde doch eingestellt (es vertraten wohl noch mehr Menschen meine Meinung).  Man kann wohl auch schlecht davon sprechen, dass man die drei Buchreligionen gleichberechtigt behandelt und dann jemanden aufgrund seiner Religionsausübung, die andere nicht trifft, die Einstellung verwehren.

SommerHoch

Gleichwohl heute, an Tischa BeAw, das Wetter zur Stimmung dieses Tages passt, komme ich mir insgesamt vor, alsbefände ich mich mitten in einem Sommerhoch.

Im Urlaub in der für mich schönsten und lebendigsten Stadt in Deutschland genieße ich die geisteswissenschaftliche Bildung, die dieser Sommer ebenda zu bieten hat. Der gestrige öffentliche Vortrag war qualitativ ausgezeichnet – den heutigen erwarte ich mit großer Spannung und überlege schon jetzt, wann heute abend ich essen gehen werde.

Auch wenn ich im Süden wohnen bleibe – vorerst – zieht es mich doch mehrfach im Jahr hierher.