Maßnahmen gegen den Ärztemangel

In Deutschland hat man mittlerweile den Ärztemangel registriert und selbst der Politik und Verantwortliche des Gesundheitssystems beginnen zu verstehen, daß „man“ etwas tun muß. Aus der Klinik hätte ich da ein paar Vorschläge zur Verbesserung der Attraktivität der ärztlichen Tätigkeit:

1. Bestrafung für Dienste abschaffen:

Je mehr Dienste man macht, desto mehr Minusstunden sammelt man an, da man ja „abfeiert“, also am Folgetag nicht arbeitet. Das ist schon legal, nur attraktiv ist es eben nicht. In der Klinik, in der ich arbeite, sammeln diejenigen, die wenige Dienste machen, Überstunden und nehmen Freizeitausgleich, während diejenigen, die viele Dienste machen, Minusstunden ansammeln und ihnen dann auch vorgeworfen wird, halbe oder ganze Montasgehälter zu schnorren!

2. Rückendeckung bei unberechtigten Beschwerden:

Es macht keinen Spaß, als Prellbock für Angehörige und Patienten zu dienen und anschließend für unberechtigte Beschwerden zitiert zu werden und sich obwohl man im Recht ist, entschuldigen zu müssen! Zeigt doch endlich mal Rückgrat! Allgemeine Regeln des Anstandes gelten nicht nur für Ärzte, sondern auch für Angehörige und Patienten.

3. Traut Euch endlich, den Patienten und ihren Angehörigen zu sagen, daß die derzeitige Anspruchshaltung ohne einen wesentlichen Anstieg der Kosten nicht erfüllt werden kann:

Ein grippaler Infekt oder ein Beratungsgespräch, weil es einem gerade einfällt, müssen nicht im Notdienst stattfinden! Rückenschmerzen kann man auch durch den Kauf und die Einnahme von Schmerzmitteln lindern – dazu muß man nicht Notaufnahmen von Krankenhäusern blockieren! Rettungswagen sind keine Taxis!

Eine Chefvisite der anderen Art

DocChefSmart: „Wie geht es Ihnen den heute?“

Patient O.Berclever : „Gar nicht gut, ich habe solche Schmerzen im Knie!“

DocSmart:“Aber bei der Visite vor 20 Minuten ging es Ihnen doch gut – Jedenfalls haben Sie das auf Nachfrage gesagt..“

DocChefSmart:„Ja ja, das machen die Patienten so, immer wenn der Chef kommt, müssen sie für den eine neue Beschwerde haben – aber keine Sorge, ich war ja auch mal Assistenzarzt, ich weiß das schon!“

Patient O.Berclever: „Na ja, so schlimm sind die Schmerzen auch nicht, nur ein bißchen..“