Von höflichen und unhöflichen Menschen

…wissen Ärzte ein Lied zu singen, die hausärztliche Notdienste tun. Gedacht ist dieser für Notfälle, die nicht bis zum nächsten Tag bzw. den nächsten Öffnungszeiten der Praxen warten können. Was man so zu hören bekommt, wenn man einen solchen Notdienst macht, ist schon erstaunlich. Hier ein paar Beispiele:

„Fr. Dr., mir geht es soo schlecht, ich habe eine schwere Erkältung!“ 

 – „Kommen Sie bitte um 15 Uhr in die Praxis, vorher bin ich auf Hausbesuch“

„Was?! So lange kann ich nicht warten!“

 – „Wie lange haben Sie denn die Erkältung schon?“

„Drei Tage!“

 – Warum sind Sie nicht zu Ihrem Hausarzt?

„Sie wollen ja bloß nicht zu mir kommen!“ 

Ich gehe mit solchen Erkältungen noch arbeiten. Das habe ich in dem Fall nicht gesagt. Und es war nur eine von unzähligen Unverschämtheiten. Lange mache ich solche Dienste nicht mehr. Wenigstens einen freundlichen Ton könnten sich solche Herrschaften angewöhnen.

Man wird sich in Deutschland noch wundern, wenn der Notdienst und auch die Krankenhäuser in den Händen im Ausland schlecht ausgebildeter Ärzte ist, die der deutschen Sprache nicht mächtig sind – was vielerorts ja schon der Fall ist.

Ah, und die Patienten mit den schwersten Erkrankungen waren in diesem Dienst die höflichsten. Da stehe ich dann gerne auf.